
Mein erstes Mal in Ost-Jerusalem, Tel Aviv, Ramallah, Amman und Riad – eine Reise voller Eindrücke, Begegnungen und Verantwortung.
Die Wunden des Hamas-Terrors vom 7. Oktober und der Krieg in Gaza sind in jeder Begegnung spürbar. Vertreter:innen der Vereinten Nationen schilderten uns die apokalyptische Situation: eine Hungersnot in Gaza, zerstörte Krankenhäuser, fehlende medizinische Versorgung. Die Menschen dort stehen am Rande der Verzweiflung.
In Ramallah traf ich Familien, deren Häuser von den israelischen Behörden zerstört wurden. Ihre Geschichten erzählen von Trauer, Verlust – und zugleich von der unerschütterlichen Hoffnung, dass ihre Kinder eines Tages in Frieden leben können.
In Tel Aviv habe ich mit Omri Miran gesprochen, dessen Sohn noch immer in Gaza festgehalten wird. Seine tiefe Sorge, sein Frust und zugleich die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen – haben mich sehr bewegt.
Sehr eindrücklich waren auch die Gespräche mit Abt Nikodemus und dem Patriarchen von Jerusalem. Sie berichteten von der dramatischen Lage in Gaza, aber auch von der angespannten Situation in Jerusalem selbst – einer Stadt, die gleichermaßen von tiefer Religiosität wie von Spaltung geprägt ist.
Besonders bewegt haben mich die Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen. Inmitten von Zerrüttung und Gewalt suchen sie Halt in Musik, Bildung und Gemeinschaft. Es geht um ihre Zukunft – und die darf nicht verloren gehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir wir mit unserer Entwicklungszusammenarbeit weiter in den palästinensischen Gebieten unterstützen.
Diese Eindrücke nehme ich mit in die politischen Beratungen in Berlin. Appelle allein reichen nicht mehr aus – es braucht konkrete Schritte für Frieden und Perspektiven in der Region.
🙏 Danke an Adis Ahmetovic, Nikolaus Zippelius und Daniel Gerlach für die intensive Begleitung dieser Reise.
📸 Felix Zahn/BMZ/ @photothek.de
