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Reem Alabali Radovan

Reem Alabali Radovan

Mitglied des Deutschen Bundestages

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Stadtbild-Debatte

Reem Alabali Radovan · Oktober 23, 2025 ·

Auf der Straße erkennt niemand, ob man Bundesministerin, Geflüchtete, dritte Generation Gastarbeiter oder neu zugewanderte Fachkraft ist.

Die aufgeladene Stimmung trifft alle Menschen mit Migrationsgeschichte in unserem Land gleichermaßen. Wir dürfen diese Spaltung nicht zulassen, denn sie trifft das Herz unserer Gesellschaft.

Ich setze mich dafür ein, dass unser Land für Respekt, Zusammenhalt und Zuversicht steht – nicht für Angst und Ausgrenzung.

75 Jahre THW

Reem Alabali Radovan · Oktober 8, 2025 ·

THW meets MdB 🔹
Heute im Bundestag: Anlässlich von 75 Jahren THW kamen Vertreter:innen aus ganz Deutschland zusammen – eine gute Tradition, um ins Gespräch zu kommen.
Besonders gefreut habe ich mich über den Austausch mit den Vertreter:innen des THW-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern.
Danke für euren täglichen Einsatz – Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft!

35 Jahre Wiedervereinigung

Reem Alabali Radovan · Oktober 3, 2025 ·

Mit dem Jahr 1990 verbinde ich persönlich sehr viel. Vor 35 Jahren wurde Deutschland wiedervereint. Die Friedliche Revolution mutiger Menschen in der DDR hat Mauern und Stacheldraht überwunden und den Weg zu einem gemeinsamen Land geebnet.

Ein paar Monate vor dem damaligen 3. Oktober – im Mai 1990 – bin ich auf die Welt gekommen. In einem Land, das zu dem Zeitpunkt noch Sowjetunion hieß. Seit 1996 lebe ich in Deutschland – in Frieden, Freiheit und Demokratie. Dafür bin ich dankbar. Aber selbstverständlich ist das nicht.

Selten zuvor seit 1990 waren Freiheit und Demokratie so bedroht wie heute – in Deutschland, in Europa, weltweit. Autoritäre Bewegungen arbeiten mit Desinformation, Stimmungsmache und gezielten Angriffen auf den Rechtsstaat. Für viele Menschen mit Migrationsgeschichte bedeuteten die Nachwendejahre zudem nicht nur Aufbruch, sondern auch ein Kontinuum von rassistischer und rechtsextremer Gewalt: Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, der NSU, München, Halle, Hanau uvm. Diese Wunden sind bis heute nicht verheilt.

Der Aufbruchstimmung von 1990 steht eine zunehmende Polarisierung und Unversöhnlichkeit gegenüber. Gerade deshalb dürfen wir nicht wegsehen. Wir brauchen mehr Gerechtigkeit, gleiche Chancen auf Bildung und Aufstieg und eine solidarische Gesellschaft. Polarisierung und Spaltung dürfen nicht die Oberhand gewinnen.

35 Jahre sind in der Menschheitsgeschichte kein langer Zeitraum. Demokratie und Freiheit bleiben verletzlich – und sie müssen jeden Tag neu verteidigt und mit Leben gefüllt werden. Es liegt an uns, den Mut aufzubringen, Mauern einzureißen statt neue zu errichten, Ungleichheiten zu beseitigen statt sie zu vertiefen.

Die Sportmilliarde kommt

Reem Alabali Radovan · September 20, 2025 ·

Die Sportmilliarde kommt! 🚀

Eine Milliarde Euro werden über die kommenden vier Jahre in Sportstätten investiert – für die Sanierung von Schwimmbädern, Sportplätzen oder Turnhallen. Für mich ist klar, dass Sportvereine mehr sind als ein Ort für Bewegung. Sie stehen für Gemeinschaft, Integration und Zusammenhalt. Besonders bei uns in MV können wir das Tag für Tag erleben. Mit der Sportmilliarde senden wir ein starkes Signal an alle, die sich im Sport engagieren – ganz ohne viel Bürokratie!

Meine Reise in den Nahen Osten

Reem Alabali Radovan · August 31, 2025 ·

Mein erstes Mal in Ost-Jerusalem, Tel Aviv, Ramallah, Amman und Riad – eine Reise voller Eindrücke, Begegnungen und Verantwortung.

Die Wunden des Hamas-Terrors vom 7. Oktober und der Krieg in Gaza sind in jeder Begegnung spürbar. Vertreter:innen der Vereinten Nationen schilderten uns die apokalyptische Situation: eine Hungersnot in Gaza, zerstörte Krankenhäuser, fehlende medizinische Versorgung. Die Menschen dort stehen am Rande der Verzweiflung.

In Ramallah traf ich Familien, deren Häuser von den israelischen Behörden zerstört wurden. Ihre Geschichten erzählen von Trauer, Verlust – und zugleich von der unerschütterlichen Hoffnung, dass ihre Kinder eines Tages in Frieden leben können.

In Tel Aviv habe ich mit Omri Miran gesprochen, dessen Sohn noch immer in Gaza festgehalten wird. Seine tiefe Sorge, sein Frust und zugleich die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen – haben mich sehr bewegt.

Sehr eindrücklich waren auch die Gespräche mit Abt Nikodemus und dem Patriarchen von Jerusalem. Sie berichteten von der dramatischen Lage in Gaza, aber auch von der angespannten Situation in Jerusalem selbst – einer Stadt, die gleichermaßen von tiefer Religiosität wie von Spaltung geprägt ist.

Besonders bewegt haben mich die Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen. Inmitten von Zerrüttung und Gewalt suchen sie Halt in Musik, Bildung und Gemeinschaft. Es geht um ihre Zukunft – und die darf nicht verloren gehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir wir mit unserer Entwicklungszusammenarbeit weiter in den palästinensischen Gebieten unterstützen.

Diese Eindrücke nehme ich mit in die politischen Beratungen in Berlin. Appelle allein reichen nicht mehr aus – es braucht konkrete Schritte für Frieden und Perspektiven in der Region.

🙏 Danke an Adis Ahmetovic, Nikolaus Zippelius und Daniel Gerlach für die intensive Begleitung dieser Reise.

📸 Felix Zahn/BMZ/ @photothek.de

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